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Neue Generation von Simulationsmodellen für geotechnische bentonitbasierte Barrieren verbessert Vorhersage ihrer Einschlussfähigkeit

Beim 16. HotBENT-Partnertreffen in Toronto präsentierten BGE und BGE TEC erweiterte numerische Modellergebnisse.

Zwei Personen sitzen vor einem großen Bildschirm, auf dem eine Präsentation gezeigt wird; eine Person deutet auf den Bildschirm

Diskussion numerischer Modellergebnisse aus dem HotBENT-Projekt beim 16. Partnertreffen

Vier Personen stehen neben einem kupferummantelten Endlagerbehälter auf einem Transportwagen in einer industriellen Demonstrationsanlage

Mitarbeitende der BGE und der BGE TECHNOLOGY GmbH neben einem Kupfer-Endlagerbehälter in der Demonstrationsanlage der NWMO, Kanada

Vom 27. bis 29. Mai 2026 wurden beim 16. HotBENT-Partnertreffen in Toronto, Kanada, die aktuellen numerischen Modellergebnisse aus dem HotBENT-Projekt vorgestellt und mit den Projektpartnern erörtert. Das internationale HotBENT-Projekt untersucht das Verhalten bentonitbasierter Barrieren bei Temperaturen oberhalb von 100 °C – eine zentrale Frage für die tiefengeologische Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Gastgeberin war die kanadische Nuclear Waste Management Organization (NWMO); die Koordination lag bei der Schweizer Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle).  Die BGE und die BGE TECHNOLOGY GmbH (BGE TEC) nahmen gemeinsam an dem Treffen sowie an der zugehörigen HotBENT Modelling Platform teil. Für die BGE waren Dr. Axel Liebscher und Dr. Alexandru Tatomir vor Ort, beide Mitglieder des HotBENT Executive Board; Dr. Tatomir betreut zudem das HotBENT-Experiment und das assoziierte BENTEREST-Vorhaben fachlich. Die BGE TEC führt die zugehörigen Arbeiten im Auftrag der BGE aus.

Erweiterung des Simulationsmodells

Ein Schwerpunkt der vorgestellten Ergebnisse lag auf der Erweiterung des thermisch-hydraulischen Verhaltens von Bentonit im Simulationsmodell. Das Modell berücksichtigt bereits die Verformung und Quellung des Bentonits infolge der Hydratation. Durch die Erweiterung lässt sich jetzt auch die Einschlussfähigkeit des Materials genauer quantifizieren.

Besuch der Demonstrationsanlage in Oakville

Am Rande des Treffens besuchten Eric Simo, Dr. Tymofiy Gerasimov und Dr. Victoria Burlaka (BGE TECHNOLOGY GmbH) sowie Dr. Alexandru Tatomir (BGE) die Demonstrationsanlage der NWMO in Oakville. Dort erhielten sie Einblicke in die durchgeführten Aktivitäten – unter anderem in das Konzept des Kupfer-Endlagerbehälters – und tauschten sich zu laufenden Studien am technischen Barrierensystem im kanadischen Endlagerkonzept aus.

Hintergrund: das HotBENT-Projekt

Das HotBENT-Projekt (High Temperature Effects on Bentonite Buffers) untersucht das Verhalten bentonitbasierter Materialien in technischen Barrierensystemen (Engineered Barrier System, EBS) bei Temperaturen oberhalb von 100 °C. Diese Materialien sind für die tiefengeologische Endlagerung hochradioaktiver Abfälle von zentraler Bedeutung. Das Experiment wurde im ehemaligen FEBEX-Stollen des Felslabors Grimsel (Schweiz) in granitischem Wirtsgestein errichtet und untersucht die Barrieren unter realitätsnahen In-situ-Bedingungen bei Temperaturen von bis zu 200 °C an der Heizeroberfläche.

An dem Projekt sind Organisationen aus mehreren Ländern beteiligt, darunter die Nagra (Schweiz), NWMO (Kanada), NUMO und Obayashi (Japan), SÚRAO (Tschechien), ENRESA (Spanien), KORAD (Südkorea), NWS (Vereinigtes Königreich), USDoE (USA) sowie BGE und BGR (Deutschland). Die BGE ist als Projektpartner beteiligt; die BGE TEC führt die zugehörigen Arbeiten im Auftrag der BGE aus.