Skip to main content

Bilateraler Austausch zu Standortauswahl und geologischer Endlagerung in der Asien-Pazifik-Region

Der Austausch umfasste Methodik zur Standortauswahl, geologische Endlagerung und Aktivitäten im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Strandpromenade mit Palme im Vordergrund, Kiefern, Fußgängern und Hochhausstadtsilhouette unter blauem Himmel, Busan.

Blick auf den Haeundae-Strand und die Stadtsilhouette, Busan, Südkorea.

Five people standing in a row in front of a plain wall, with small German and Japanese desk flags placed in the foreground.

Representatives of BGE TECHNOLOGY GmbH and NUMO (Nuclear Waste Management Organisation of Japan) during a bilateral meeting in Tokyo.

Gruppe von vierzehn Personen, aufgestellt in zwei Reihen vor einem RWMC-Hintergrundbanner in einem Konferenzraum in Tokio.

Vertreterinnen und Vertreter der BGE TECHNOLOGY GmbH sowie des RWMC (Radioactive Waste Management Funding and Research Center) während eines bilateralen Treffens in Tokio.

Large group of approximately eighteen people posing together in a modern meeting room, several making thumbs-up gestures.

BGE TECHNOLOGY GmbH representatives with colleagues from Taiwanese partner organisations during a technical exchange on deep geological repository development in Taipei.

Im Frühjahr 2026 führte BGE TECHNOLOGY GmbH (BGE TEC) eine Reihe bilateraler Gespräche mit Partnerorganisationen in Ost- und Südostasien durch. Vorausgegangen war im Januar 2026 ein technischer Dialog mit einer japanischen Delegation im BGE-Verbindungsbüro in Berlin, an dem Vertreter der ‚Federation of Electric Power Companies of Japan', der ‚Kansai Electric Power Company' sowie des ‚Radioactive Waste Management Funding and Research Center' (RWMC) Japan teilnahmen. Diese Aktivitäten stehen im Kontext des fortgesetzten Engagements von BGE TEC in nationalen Programmen zur Entsorgung radioaktiver Abfälle in Ost- und Südostasien sowie im weiteren Asien-Pazifik-Raum. 

Im April 2026 nahmen Dr. Thilo von Berlepsch, Geschäftsführer, und Dr. Toivo Wanne, Geschäftsbereichsleiter Internationale Projekte, an der ‚Pacific Basin Nuclear Conference' (PBNC) 2026 sowie der begleitenden Veranstaltung INEX 2026 im ‚Busan Exhibition and Convention Center' in Busan teil. Die Konferenz brachte Vertreter der internationalen Nukleargemeinschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen im Bereich der Kernenergie zu erörtern – darunter den Ausbau von Small-Modular-Reactor (SMR)-Programmen in der Asien-Pazifik-Region sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Entsorgung radioaktiver Abfälle über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg. 

Im Anschluss an die Konferenz reisten beide Kollegen nach Daejeon zu einem bilateralen Gespräch bei der ‚Korea Radioactive Waste Agency' (KORAD). KORAD ist derzeit für das Standortauswahlverfahren für ein tiefengeologisches Endlager für hochradioaktive Abfälle in der Republik Korea zuständig. Die Gespräche behandelten methodische Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem koreanischen und dem deutschen Ansatz zur Standortauswahl sowie relevante internationale Erfahrungen. Der Austausch ist Teil eines fortlaufenden Dialogs über die technischen und verfahrensbezogenen Grundlagen der Entsorgungskonzeptentwicklung, der Sicherheitsanalyse und der Standortwahl in unterschiedlichen nationalen und geologischen Kontexten. 

In Tokio fanden bilaterale Gespräche mit zwei langjährigen Partnerorganisationen statt. Das Gespräch mit dem RWMC befasste sich mit aktuellen Forschungsaktivitäten zur Unterstützung des nationalen Fahrplans Japans für die geologische Endlagerung, mit einem Schwerpunkt auf hochradioaktiven sowie schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. BGE TEC und RWMC pflegen seit mehr als zwanzig Jahren eine formale Kooperationsvereinbarung, die zuletzt 2023 erneuert wurde; das Treffen in Tokio bot Gelegenheit, aktuelle Ergebnisse auszutauschen und die Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungsaktivitäten zu erörtern. 

Das Gespräch mit der ‚Nuclear Waste Management Organization of Japan' (NUMO) befasste sich mit der künftigen Ausrichtung der Aktivitäten zwischen den beiden Organisationen. Im Mittelpunkt standen das derzeit laufende Standortauswahlverfahren für ein tiefengeologisches Endlager für hochradioaktive Abfälle in Japan, gemeinsame fachliche Interessengebiete sowie die Identifizierung von Themen für einen weiteren Austausch. 

Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) nimmt eine zentrale Rolle in der politischen Gestaltung der geologischen Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ein. Das Gespräch mit METI behandelte den internationalen Austausch zur Unterstützung des laufenden Standortauswahlprogramms in Japan. 

Die Aktivitäten schlossen in Taipeh, wo Dr. Wanne und Dr. von Berlepsch Vertreter der ‚Taiwan Power Company', von ‚Sinotech Engineering Consultants', des ‚National Atomic Research Institute' sowie des Wirtschaftsministeriums Taiwans trafen. Die Gespräche befassten sich mit dem Stand des taiwanischen Programms zur Entwicklung eines tiefengeologischen Endlagers für hochradioaktive Abfälle, einschließlich der laufenden Überprüfung des Sicherheitsnachweises durch die taiwanische Genehmigungsbehörde. Das deutsche Standortauswahlverfahren sowie relevante internationale Erfahrungen bei der Entwicklung tiefengeologischer Endlager wurden als Referenzpunkte für Vergleich und Diskussion herangezogen. 

Die vorstehend beschriebenen bilateralen Aktivitäten stehen im Kontext des internationalen Engagements von BGE TEC im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Die technischen Herausforderungen im Zusammenhang mit der geologischen Endlagerung radioaktiver Abfälle sind programmübergreifend vergleichbar; ein systematischer Austausch zwischen Organisationen in unterschiedlichen Programmphasen trägt zum gemeinsamen Wissensstand bei, auf den sichere Entsorgungslösungen angewiesen sind. Die im Februar 2026 von BGE TEC-Kolleginnen und -Kollegen durchgeführten Besuche in Australien bildeten einen parallelen Strang dieses umfassenderen Asien-Pazifik-Engagements; Einzelheiten dazu werden hier gesondert berichtet.