Austausch mit BASE zum Standortauswahlverfahren: BGE TECHNOLOGY GmbH bei der DAEF
Am 20. und 21. Mai 2026 fand in Berlin ein zweitägiges Treffen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Endlagerforschung (DAEF) statt. Das Treffen fand in den Räumlichkeiten des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) als Gastgeber statt, das ständiger Gast der Treffen der DAEF ist. BGE TECHNOLOGY GmbH war als Gründungsmitglied der DAEF mit Geschäftsführer Dr. Thilo von Berlepsch und dem Geschäftsbereichsleiter Forschung und Entwicklung, Dr. Christian Müller, vertreten.
Zum Auftakt des Treffens berichtete der Präsident des BASE, Christian Kühn, über die Aktivitäten des BASE und stand im Nachgang für einen vertieften Austausch zur Verfügung. Das BASE ist die zuständige Bundesbehörde für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Es beaufsichtigt das gesetzlich geregelte Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland und ist für die Öffentlichkeitsbeteiligung in diesem Verfahren verantwortlich.
Im weiteren Verlauf des Treffens wurden der aktuelle Stand des Standortauswahlverfahrens sowie die sich daraus ergebenden wissenschaftlichen Fragestellungen erörtert. Die Diskussion erstreckte sich von geologischen und ingenieurwissenschaftlichen Themen bis hin zu soziotechnischen und transdisziplinären Aspekten. Thematisiert wurden unter anderem die methodischen Ansätze der Standortanalyse, der Forschungsbedarf in den nächsten Phasen des Standortauswahlverfahrens sowie Fragen zur langfristigen wissenschaftlichen Qualifizierung. Die Moderation übernahm Prof. Oliver Sträter von der Universität Kassel, der den DAEF-Vorsitz innehat.
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem langfristigen Erhalt von Fachkompetenz. Das Standortauswahlverfahren ist auf mehrere Generationen angelegt und erfordert eine kontinuierliche Weitergabe von technischem und wissenschaftlichem Wissen.
Das Standortauswahlverfahren befindet sich in einer zunehmend konkreten Phase. Im Herbst 2027 soll die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) einen Vorschlag für mögliche Standortregionen vorlegen. Im Anschluss werden in den betroffenen Regionen Regionalkonferenzen eingerichtet, die der Öffentlichkeitsbeteiligung dienen.
Die DAEF wurde am 16. Januar 2013 in Berlin gegründet und ist ein Zusammenschluss deutscher Einrichtungen, deren Forschungsschwerpunkt auf der Tiefenlagerung radioaktiver Abfälle liegt. BGE TECHNOLOGY GmbH gehört der Arbeitsgemeinschaft seit ihrer Gründung an. Zu den 14 Mitgliedern zählen Forschungszentren, Universitäten, Fachorganisationen und Industrieunternehmen. Neben den Mitgliedern sind auf den Treffen der DAEF als Gäste Vertreter von Bundesministerien sowie von ihnen beauftragte Bundes- und Länderbehörden und Projektträger mit Bezug zur Endlagerforschung vertreten.
Die DAEF versteht sich als eine unabhängige Arbeitsgemeinschaft, deren Fokus auf der sicheren Entsorgung von radioaktiven Abfällen und der stetigen Weiterentwicklung der damit verbundenen wissenschaftlichen und technischen Expertise unter Einbezug von sozioökonomischen Themen liegt. Dazu gehören auch wissenschaftliche Fragestellungen im Hinblick auf ein Auswahlverfahren für einen Standort zur Tiefenlagerung.

