25 Jahre BGE TEC: Wissenschaftlicher Austausch und internationale Zusammenarbeit
Dr. Thilo von Berlepsch and Jörg Froböse, Geschäftsführer der BGE TEC begrüßen die Gäste des Jubiläumssymposiums
Die BGE TECHNOLOGY GmbH (BGE TEC) feierte ihr 25-jähriges Bestehen mit einem wissenschaftlichen Symposium, an dem rund 120 Gäste teilnahmen, darunter ehemalige Geschäftsführer sowie langjährige Kolleginnen und Kollegen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen technische Entwicklungen, internationale Kooperation sowie der übergeordnete Rahmen der Endlagerung.
In verschiedenen Beiträgen wurde die Entwicklung der BGE TEC als technologie- und forschungsorientierte Tochtergesellschaft der BGE dargestellt. Iris Graffunder, Vorsitzende der Geschäftsführung der BGE, betonte die starke internationale Ausrichtung des Unternehmens sowie seine Rolle innerhalb der internationalen Entsorgungsgemeinschaft.
Dr. Thilo von Berlepsch, Geschäftsführer der BGE TEC, führte aus, dass die Leistungen des Unternehmens auf der Expertise und dem Engagement der Mitarbeitenden sowie auf der kontinuierlichen strategischen Unterstützung durch die BGE basieren.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die internationale Zusammenarbeit. Emiliano Stopelli, Koordinator für internationale Kooperation bei Nagra, stellte den Schweizer Standortauswahlprozess sowie die Weiterentwicklung des Endlagerkonzepts vor und unterstrich die Bedeutung des internationalen fachlichen Austauschs.
Frühe Forschungs- und Entwicklungsprojekte der BGE TEC wurden von Philipp Herold und Wolfgang Filbert präsentiert. Die Themen reichten von der direkten Endlagerung abgebrannter Brennelemente bis hin zur Auslegung von Schachtförderanlagen für den untertägigen Transport schwerer Abfallbehälter. Frühere experimentelle Arbeiten zeigten die sichere Handhabung von 65-Tonnen-Behältern und verdeutlichten, dass nachhaltige technische Lösungen nicht nur wirtschaftlich effizient, sondern auch qualitativ abgesichert und zuverlässig sein müssen.
Aktuelle Projekte wurden von Juliane Leonhard und Tilman Fischer vorgestellt. Dabei wurde deutlich, wie sich methodische Ansätze durch die gestiegene Rechenleistung grundlegend verändert haben. Simulationen von Einlagerungstechniken werden heute weitgehend in virtuellen Umgebungen durchgeführt, was die zunehmende Digitalisierung ingenieurtechnischer Prozesse widerspiegelt.
Professor Klaus-Jürgen Röhlig hob die Bedeutung der sozio-technischen Forschung hervor und betonte, dass die Endlagerung nicht allein eine technische Herausforderung darstellt, sondern auch durch gesellschaftliche Wahrnehmung und Akzeptanz geprägt ist.
Stefan Mayer von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) erläuterte Methoden zur Kostenschätzung für Endlagerprojekte und würdigte den Beitrag der BGE TEC zur Entwicklung internationaler Leitlinien in diesem Bereich.
Den Abschluss des Symposiums bildete ein Vortrag des Astronomen und Autors Dr. Florian Freistetter zur „Geschichte des Universums in 100 Sternen“. Mit Blick auf unsere Perspektive im Kosmos wies er darauf hin, dass trotz der enormen Anzahl an Sternen unter idealen Bedingungen bis zu 9.096 Sterne mit bloßem Auge sichtbar sind. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Buffet in informeller Atmosphäre aus.
Das Jubiläumssymposium bot damit ein Forum für wissenschaftlichen Austausch und internationalen Dialog und unterstreicht die kontinuierliche Ausrichtung der BGE TEC auf Forschung, technische Weiterentwicklung und Zusammenarbeit im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle.



